Leinen: Die Naturfaser aus Flachs

Leinen gehört wie Baumwolle und Hanf zu den pflanzlichen Naturfasern. Die Faser wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen, einer einjährigen Pflanze mit 20-100 cm Wuchshöhe. Leinen macht rund 2 % des weltweiten Faseraufkommens aus.

Leinen – kühlende Naturfaser für Bettwäsche und Heimtextilien

Flachs bevorzugt maritimes Klima und wächst vor allem in Nordfrankreich, Belgien und den Niederlanden. Die Ernte ist arbeitsintensiv: Raufen, Wenden, Pressen. Viele traditionelle Arbeitsschritte laufen heute noch genauso ab, nur maschinengestützt. Nach der Ernte werden die Fasern zu Fäden versponnen und zu Leinenstoff gewebt.

Eigenschaften von Leinen

Was Leinen besonders für Bettwäsche und Heimtextilien ausmacht:

- Nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie schnell wieder ab
- Glatte Faser, dadurch flusenarm
- Fester Griff, der mit jeder Wäsche weicher wird
- Geringe Elastizität, deshalb knitteranfällig

Wie sich Leinen im Bett anfühlt, ist Geschmackssache: Manche mögen genau diesen festeren, etwas rauen Griff, andere greifen lieber zu Baumwolle.

erlich textil Bettwäsche aus Leinen in taubenblau

Leinen macht rund 2 % des weltweiten Faseraufkommens aus. Baumwolle liegt bei etwa 25 Millionen Tonnen im Jahr.

erlich textil Geschirrhandtücher aus Leinen in der Küche

Nach der Ernte müssen die Fasern vom Stängel gelöst werden. Das gängigste Verfahren dafür ist die Touröste: Der Flachs bleibt auf dem Feld liegen, Taufeuchte und Mikroorganismen übernehmen die Arbeit. Nach Angaben des europäischen Flachsverbands wird ein Großteil der Anbauflächen so bewirtschaftet.

Nahaufnahme einer Leinenpflanze – Rohstoff für Leinenstoff

Leinen bei erlich textil

Wir verwenden Leinen, das unser Produzent in Portugal zu Heimtextilien verarbeitet. Daraus entstehen unsere Tischdecken, Servietten und unsere Bettwäsche, die aus Leinen und Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) gefertigt ist.

Leinen richtig pflegen

Waschen:

Ungefärbtes Leinen verträgt bis zu 95 °C. Gefärbte Leinenstoffe nicht über 40 °C waschen. Schonwaschgang mit max. 600 Umdrehungen, kein Weichspüler. Beim ersten Waschen mit bis zu 5 % Einlaufen rechnen. Den ersten Waschgang deshalb bei 30 °C machen. Leinen bei Handwäsche nicht reiben, nur stauchen.

Trocknen:

Nicht in den Trockner: Leinenfasern vertragen keine Reibung. Ab auf die Wäscheleine.

Bügeln:

Leinen knittert von Natur aus. Am besten die Textilien von der Leine nehmen, bevor sie komplett trocken sind, und direkt bügeln. Alternativ vor dem Bügeln leicht mit Wasser ansprühen. Bei Bettwäsche ist Knitter oft sogar erwünscht, das gehört zum Leinen-Charme.