Leinen: Die kühlende Naturfaser aus Flachs
Leinen gehört wie Baumwolle und Hanf zu den pflanzlichen Naturfasern. Die Faser wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen – einer einjährigen Pflanze mit 20–100 cm Wuchshöhe. Leinen macht nur 2 % des weltweiten Faseraufkommens aus und ist damit ein besonderes Material.
Flachs bevorzugt maritimes Klima und gedeiht am besten in Nordfrankreich, Belgien und den Niederlanden. Die Pflanze kommt mit wenig Pestiziden und Dünger aus – Böden in ökologischer Landwirtschaft eignen sich besonders gut. Die Ernte ist arbeitsintensiv: Raufen, Wenden, Pressen – viele traditionelle Arbeitsschritte werden heute noch genauso ausgeführt, nur maschinengestützt. Nach der Ernte werden die Fasern zu Fäden versponnen und zu Leinenstoff gewebt.
Eigenschaften von Leinen
Leinen ist ein Stoff mit besonderen Qualitäten – vor allem für Bettwäsche und Heimtextilien:
- Fein gewebt, hochwertig, stark und langlebig
- Kühlender Effekt durch Feuchtigkeitsregulierung – ideal im Sommer
- Glatte Fasern = flusenfrei und schmutzabweisend
- Gut geeignet für Allergiker:innen
- Atmungsaktiv, robust und reißfest
- Geringe Elastizität – deshalb knitteranfällig
Der kühlende Effekt macht Leinen zur besten Wahl für Bettwäsche in warmen Monaten.
Für den Anbau von Flachs werden grundsätzlich weniger Pestizide und Dünger benötigt als bei Baumwolle. Die Tauröste – das gängigste und umweltfreundlichste Ernteverfahren – nutzt natürliche Taufeuchte, damit Mikroorganismen die Fasern vom Pflanzenstängel lösen. Dieses Verfahren kommt bei drei Vierteln der weltweiten Anbauflächen zum Einsatz und benötigt keine Chemikalien. Unter kontrolliert biologischen Bedingungen ist die Umweltbelastung nochmal geringer.
Leinen bei erlich textil
Wir verwenden europäisches Leinen, das unser Produzent in Portugal zu Heimtextilien verarbeitet. Daraus entstehen unsere Tischdecken, Servietten und unsere Bettwäsche – die aus Leinen und hochwertiger Baumwolle (kbA) gefertigt ist.
Leinen richtig pflegen
Waschen:
Ungefärbtes Leinen verträgt bis zu 95 °C – gut für Bettwäsche gegen Keime. Gefärbte Leinenstoffe nicht über 40 °C waschen. Schonwaschgang mit max. 600 Umdrehungen, kein Weichspüler. Beim ersten Waschen mit bis zu 5 % Einlaufen rechnen – den ersten Waschgang deshalb bei 30 °C machen. Leinen bei Handwäsche nicht reiben, nur stauchen.
Trocknen:
Nicht in den Trockner – Leinenfasern vertragen keine Reibung. Ab auf die Wäscheleine, dann hast du lange Freude an deinen Leinenprodukten.
Bügeln:
Leinen knittert von Natur aus. Am besten die Textilien von der Leine nehmen, bevor sie komplett trocken sind, und direkt bügeln. Alternativ vor dem Bügeln leicht mit Wasser ansprühen. Bei Bettwäsche ist Knitter oft sogar erwünscht – das gehört zum Leinen-Charme.





















